Rechte statt Rettung - Feministische Perspektiven auf Sexarbeit & Arbeitsrealitäten von Sexarbeitenden
Debatten über Sexarbeit sind auch in linken Kontexten oft von starken moralischen Urteilen geprägt. Statt über reale Lebens- und Arbeitsbedingungen zu sprechen, dominieren vereinfachende Narrative – zwischen Viktimisierung und Skandalisierung. Genau hier soll der Workshop ansetzen.
Gemeinsam mit einer Referentin von Hydra e.V. wollen wir den Raum öffnen für eine differenzierte, solidarische und feministische Auseinandersetzung mit Sexarbeit, jenseits von Moralismus und Repression.
Im Zentrum stehen Fragen wie: Wie prägen ökonomische Zwänge, Migration, Care-Arbeit und strukturelle Ungleichheiten die Entscheidungen von Sexarbeiter:innen? Warum ist gesellschaftliches Stigma oft eine größere Belastung als die Arbeit selbst? Und welche politischen Ansätze verschärfen Unsicherheit, statt Schutz zu bieten?
Wir wollen uns kritisch mit gängigen Narrativen auseinandersetzen, eigene Vorannahmen hinterfragen und politische Modelle wie das sogenannte „Nordische Modell“ analysieren. Außerdem beleuchten wir die Bedeutung der Istanbul-Konvention für den Schutz vor Gewalt und den Zugang zu Rechten – auch und gerade für Sexarbeiter:innen.
Der Workshop verfolgt kein vereinfachendes oder romantisierendes Bild von Sexarbeit. Stattdessen geht es darum, Lebensrealitäten sichtbar zu machen, Sexarbeiter:innen als handelnde Subjekte ernst zu nehmen und solidarische, feministische Perspektiven zu entwickeln, die auf Rechte, Sicherheit und Selbstbestimmung zielen.
Die Teilnehmendenzahl ist aufgrund des Ortes beschränkt, weshalb wir euch um Anmeldung bitten.
Der Ort ist leider nicht barrierefrei, wir können die Veranstaltung aber hybrid organisieren, wenn gewünscht. Bei Bedarf schickt uns bitte eine E-Mail an [email protected], wir freuen uns auf eure Teilnahme!
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Hydra e.V.
Köpenicker Straße 187/188, 10997 Berlin